Grüne Investmentfonds: Mit gutem Gewissen Geld anlegen?

Die grüne Geldanlage wird immer mehr nachgefragt

Immer mehr Menschen möchten aktiv zum Erhalt einer lebenswerten Umwelt beitragen; die grüne Geldanlage wird deshalb immer beliebter, auch in der Altersvorsorge. Als Anleger*in entscheiden Sie selbst, wem Sie Ihr Geld zur Verfügung stellen. Erfreulich: Die Ertragschancen ökologisch sauberer Investments müssen sich schon seit Jahren nicht mehr hinter denen vergleichbarer klassischer verstecken. Natürlich sollte man genauer hinsehen, denn nicht alles ist so „grün“ wie es scheint.

Wie können Sie umweltbewusst Geld anlegen?

Mit ökologischen Investmentfonds können Sie sich indirekt an Unternehmen beteiligen, die zum Beispiel den Ausbau erneuerbarer Energien betreiben und dadurch einen echten Beitrag zum Schutz von Umwelt und Klima leisten. Mit nachhaltig orientierten Fondsprodukten lassen sich sogar schon kleinere Beträge ökologisch korrekt anlegen – sogar als Sparplan. Wie die klassischen, so bündeln auch grüne Investmentfonds das Geld ihrer Anleger*innen, investieren in unterschiedliche Unternehmen und streuen dadurch die wirtschaftlichen Chancen und Risiken. Die Auswahl an Öko-Fondsprodukten ist mittlerweile groß, mehr als 500 Fonds mit unterschiedlichen Schwerpunkten investieren heute bereits (mehr oder weniger) umwelt- und klimafreundlich. Streng ökologisch ausgerichtete Fondsanbieter schließen dabei grundsätzlich Branchen aus, die Umweltschäden verursachen können, zum Beispiel Kohle- und Ölförderung, Automobilindustrie oder Agrarchemie. Manche Öko-Fonds investieren nach dem so genannten Best-in-Class-Prinzip: Statt bestimmte Wirtschaftszweige vollständig abzulehnen, bevorzugen sie Unternehmen, die in ihrer Sparte Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit sind. Das kann dann auch ein Energieerzeuger oder ein Maschinenbauer sein, der umweltfreundlicher produziert als seine Wettbewerber im Markt.

Wie können Sie feststellen, ob ein Fonds wirklich „nachhaltig“ ist?

Sofern Sie nicht mit einem unabhängigen Finanzberater zusammenarbeiten, können Sie sich auch selbst schlau machen. Einen groben Anhalt bieten die ESG-Kriterien, die nach ökologischen, sozialen und unternehmerischen Gesichtspunkten Unternehmen bewerten. Ein bisschen hilfreicher für Privatanleger*innen sind dann das Siegel des Forums Nachhaltiger Geldanlagen (FNG) und das ECOreporter-Siegel mit ihren eigenen Auswahlkriterien. Wer sich dann genauer mit den „sauberen“ Unternehmen in den Investmentfonds beschäftigen möchte, schaut sich am besten die Faire-Fonds-Datenbank von Facial Finance an. Die meisten unabhängigen Finanzberater haben sich mit der großen Auswahl an grünen Investmentfonds intensiv beschäftigt und klären auch über Risiken und Kosten auf. Denn wichtig ist, dass Sie nicht nur mit gutem Gewissen Ihre Finanzen regeln, sondern vor allem auch ruhig schlafen können.

Banken machen es vor 

Tipp: Auch immer mehr Banken – wenn auch noch zu wenige – richten ihr Geschäftsmodell nach ökologisch-ethischen Gesichtspunkten aus und investieren ausschließlich nachhaltig und sozial verträglich. Anders als herkömmliche Kreditinstitute achten sie darauf, keine Aktivitäten zu finanzieren, mit denen umweltbewusste und ethisch orientierte Kunden nichts zu tun haben wollen – etwa indem sie gezielt Naturschutzprojekte fördern und Kredite nur an Unternehmen vergeben, die umweltschädliche Technologien nutzen, faire Löhne zahlen und nicht mit Korruption, Waffenhandel oder Kinderarbeit in Verbindung gebracht werden. 

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