Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Nachhaltigkeit in Apotheken, Arzt- und Zahnarztpraxen

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind inzwischen wichtige Themen im Gesundheitswesen. Die Agenda 2030 mit den 17 Nachhaltigkeitszielen nimmt auch Unternehmen in die Pflicht. Inhaber*innen von Apotheken und Arztpraxen sind nicht nur Unternehmer*innen, sondern tragen durch den Umweltschutz und Klimaschutz zum Schutz der Gesundheit bei. Angestellte und Kunden entwickeln ein immer stärker werdendes Bedürfnis für ökologisch orientierte Dienstleister*inen und umweltfreundliche Produkte und bewerten Unternehmen danach.

Stellen Sie sich bitte zunächst die Frage:

„Was ist gesundheitsschädlich für die Umwelt und damit für uns selbst und unsere Patienten?“

Eine Arztpraxis bzw. Apotheke, die ökologische Aspekte berücksichtigt, schont mittelfristig nicht nur die eigenen Finanzen, sondern dient als hervorragendes Beispiel für ein innovatives Unternehmen, dem das Wohl aller am Herzen liegt. Mit einem sichtbaren Zertifikat im Wartezimmer, am HV oder auf der Homepage wird Ihr Vorbild für alle sichtbar. Tue Gutes und berichte darüber!

Losgelöst von Versicherungen wollen wir mit unserer Arbeit zur Sensibilisierung für die Probleme und Chancen des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung in Ihrem Unternehmen beitragen. Wir möchten Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie Ökonomie mit Ökologie verbinden können.

Warum bringt nachhaltiges Handeln echte Mehrwerte?

Erfahrungsgemäß stehen bei Entscheider*innen meist finanzielle Aspekte und Gewohnheiten im Vordergrund. Doch nicht nur die jungen Generationen fragen verstärkt nach, was Sie bereits sind, z.B. für den Klimaschutz zu tun. Ob im sportlichen, im medizinischen oder finanziellen Bereich: Wesentlich ist, sich bewusst zu sein, dass soziales und ökologisches Handeln gesellschaftliche Verpflichtung im Interesse nachfolgender Generationen ist. Denn eine Arztpraxis oder Apotheke, die diese nachhaltigen Aspekte berücksichtigt,

  • fördert die Gesundheit innerhalb der Räumlichkeiten,
  • sorgt für eine verbesserte Identifikation mit Ihrem Unternehmen
  • durch motivierte Mitarbeitende mit geringeren Fehlzeiten,
  • senkt die Betriebskosten,
  • steigert den Unternehmenswert durch mehr Transparenz und
  • vor allem: handelt im Einklang mit der Umwelt und fördert den Klimaschutz.

Sprich: Soziale und ökologische Nachhaltigkeit im Unternehmen bringt viele attraktive Mehrwerte.

Wie könnte Ihr Green Business Concept aussehen?

Es handelt sich hier um praxiserprobte Bausteine im Rahmen eines Green Business Concepts. Hier arbeiten wir u.a. – wo es notwendig und sinnvoll ist – mit der Medical Network Stiftung zusammen. Denn Klimaschutz ist auch Gesundheitsschutz – und ein echtes Nachhaltigkeitskonzept benötigt viele Partner, die Sie unterstützen können. Ein Unternehmen, das die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 30 individuell umsetzen möchte und soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt, muss jedoch nicht auf Umsatz verzichten – im Gegenteil: es schafft Mehrwerte.

Nachhaltigkeitsanalyse

Am Anfang jedes Handelns steht eine Analyse. Im Rahmen eines Nachhaltigkeitsberichts ermitteln wir gemeinsam die IST-Situation. Daraus ergibt sich dann ein Maßnahmenkatalog, der dann komplett oder über einzelne Maßnahmen bis hin zur Zertifizierung umgesetzt werden kann.

Nachhaltiges Energiemanagement

Mit der Entwicklung eines Energiemanagement-Systems schafft ein Unternehmen die Grundlagen für einen wirtschaftlicheren Umgang mit unterschiedlichen Energieträgern. Es zeigt, wo sich Energieeinsparpotenziale befinden. Werden die Potentiale konsequent genutzt, sinken nachweislich die Betriebskosten und die Wettbewerbsfähigkeit steigt. Unser Netzwerk zeigt Ihnen mit Hilfe von staatlichen Förderprogrammen, wie Sie Ihre CO2-Bilanz und Energieeffizienz in den Griff bekommen – und wo schon kleine Maßnahmen große Wirkung zeigen.

Ein Beispiel ist die Baumgenossenschaft (eG), wo über nachhaltige Bewirtschaftung nicht nur ressourcenerhaltend (Holz, Papier) und klimaschützend schnell wachsende Paulwonia Bäume aufgezogen werden, sondern neben einer möglichen CO2-Kompensation auch kapitalmarktunabhängige Werte für das unternehmerische Vermögen geschaffen werden können.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Der zu beobachtende drastische Anstieg von gesundheitlichen Problemen bei Personal in Arztpraxen und Apotheken erfordert dringend ein Umdenken in der täglichen Praxis. Die Zunahme von Allergien und Sensibilitäten gegenüber alltäglichen Chemikalien, wie Desinfektionsmitteln und Latex sind nur die Spitze des Eisberges. Berufsunfähigkeit aufgrund Chemikaliensensibiltät, neurologischer Krankheitsbilder und Immunschäden sowie Rückenbeschwerden bedürfen Aufklärung über gesundheitsfördernde Maßnahmen am Arbeitsplatz und wie diese umgesetzt werden können.

Nachhaltiges Ressourcenmanagement

Ein nachhaltiges Ressourcen-Management beinhaltet ökologische Maßnahmen zur Reduzierung und sinnvollen Mehrfach-Nutzung von Sach-Ressourcen. Hierzu gehören Verbrauchsmaterialien (Müll), Wasser und Energie. Denn durch effizienteren Ressourceneinsatz können Wachstums- und Beschäftigungsimpulse ausgelöst werden, da sich durch die Erschließung von Kostensenkungspotenzialen die finanzielle Performance und die Wettbewerbsfähigkeit der Arztpraxis verbessert

Nachhaltiges Fuhrparkmanagement

Besonders wirkungsvoll lässt sich der CO2-Verbrauch im Fuhrpark reduzieren. Und nicht nur das: Der Gesetzgeber möchte die Energiewende und fördert daher mit Steuervorteilen für bestimmte Fahrzeuge die Unternehmen. Auch das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz enthält entsprechende Erleichterungen. Strategischer Kauf und Nutzen von Elektrofahrzeugen, bestimmte Hyprid-Fahrzeuge und Dienstfahrräder (auch E-Bikes) helfen kostenreduzierend zur klimaneutralen Mobilität beizutragen. Hier unterstützen uns auch versicherte Steuerberater, da die Gesetzeslage sehr dynamisch ist. Und wer sein Fuhrparkmanagement konsequent gestalten möchte, nutzt üblicherweise die grünen Kfz-Versicherung.

Bilanzierungsmöglichkeiten

Gemäß dem Motto „Hauptsache die Zahlen stimmen“ steht für viele Unternehmen bisher vor allem das operative finanzielle Ergebnis im Mittelpunkt. Dieser einseitige Fokus ändert sich langsam. Seit kurzem sind bestimmte große kapitalmarktorientierte Unternehmen erstmals dazu verpflichtet, auch über nichtfinanzielle Aspekte zu informieren – etwa über Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz oder zur Beachtung von Menschenrechten bei Zulieferfirmen. Nachteil: die weniger positiven Zustände werden nicht publiziert. Somit können Außenstehende (und Mitarbeitende) nicht vollständig sehen, wo das Unternehmen tatsächlich steht und hin will.

Eine ganzheitlich nachhaltige Bilanzierung ist die Gemeinwohl-Bilanzierung. Die Bremer Bürgerschaft hat sich im Januar 2019 dafür ausgesprochen, die Gemeinwohl Ökonomie (GWÖ) zu fördern. Neben den bekannten Nachhaltigkeitsberichten, Reportings und Zertifizierungen bietet die Gemeinwohlbilanz auch Arztpraxen und Apotheken die Möglichkeit, sich mit Transparenz, mehr Lebens- und Arbeitsqualität statt Gewinnmaximierung sowie Kooperation statt Konkurrenz gegenüber potentiellen Mitarbeitenden und Kunden positiv hervorzutun.


Beispiele aus der Praxis:

Nachhaltigkeit in Apotheken (AWA Magazin, 45. Jg./Nr. 19, 01.10.2020, ZKZ4971)

Gemeinwohlbilanzierung einer Apotheke

Eine klimaneutrale Apotheke

Umweltbedingungen in der Arztpraxis des 21. Jahrhunderts

Klimamanager für Kliniken

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