Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen

Umweltschutz und Klimaschutz in Apotheken, Arzt- und Zahnarztpraxen

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind inzwischen wichtige Themen im Gesundheitswesen. InhaberInnen von Apotheken und Arztpraxen sind nicht nur UnternehmerInnen, sondern tragen durch den Umweltschutz und Klimaschutz zum Schutz der Gesundheit bei. Angestellte und Kunden entwickeln ein immer stärker werdendes Bedürfnis für ökologisch orientierte Dienstleister und umweltfreundliche Produkte und bewerten Unternehmen danach.

Stellen Sie sich bitte zunächst die Frage:

„Was ist gesundheitsschädlich für die Umwelt und damit für uns selbst und unsere Patienten bzw. Kunden?“

Eine Arztpraxis bzw. Apotheke, die ökologische Aspekte berücksichtigt, spart nicht nur Geld, sondern dient als hervorragendes Beispiel und motiviert viele Patienten, aktiv beim Umweltschutz mitzumachen. Mit einem sichtbaren Zertifikat im Wartezimmer, am HV oder auf der Homepage wird Ihr Vorbild für alle sichtbar. Tue Gutes und berichte darüber!

Losgelöst von Versicherungen wollen wir mit unserer Arbeit zur Sensibilisierung für die Probleme und Chancen des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung in Ihrem Unternehmen beitragen. Wir möchten Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie Ökonomie mit Ökologie verbinden können.

Warum bringt nachhaltiges Denken und Handeln echte Mehrwerte?

Erfahrungsgemäß stehen bei EntscheiderInnen meist finanzielle Aspekte und Gewohnheiten im Vordergrund. Ob im sportlichen, im medizinischen oder finanziellen Bereich: Wesentlich ist, sich bewusst zu sein, dass aktiver Umweltschutz gesellschaftliche Verpflichtung im Interesse nachfolgender Generationen ist. Denn eine Arztpraxis oder Apotheke, die ökologische Aspekte berücksichtigt,

  • fördert die Gesundheit innerhalb der Räumlichkeiten,
  • sorgt für eine verbesserte Identifikation mit dem Unternehmen
  • durch motivierte MitarbeiterInnen mit geringeren Fehltagen,
  • senkt die Betriebskosten und
  • steigert den Unternehmenswert – nach innen und außen.

Wie können Sie nun eine Arztpraxis oder Apotheke klima- und ressourcenschonender gestalten?

Green Service: Es handelt sich hier um bereits erprobte ökologische Dienstleistungen und Produkte. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte.


Nachhaltiges Energiemanagement

Mit der Entwicklung eines Energiemanagement-Systems schafft ein Unternehmen die Grundlagen für einen wirtschaftlicheren Umgang mit unterschiedlichen Energieträgern. Es zeigt, wo sich Energieeinsparpotenziale befinden. Werden die Potentiale konsequent genutzt, sinken nachweislich die Betriebskosten und und die Wettbewerbsfähigkeit steigt.

Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Energiedienstleistungen für eine verbesserte CO2-Bilanz:
  • Umstellung auf Ökostrom verbessert die CO2-Bilanz. Neben sauberer Energie und einem besseren Gewissen werben Unternehmen auch verstärkt damit.
  • Reduktion des Stromverbrauchs:
    • Energiesparende Beleuchtung und Energiesparschaltung nutzen. Eine Energiesparschaltung sollte heute Standard sein, um beispielsweise die Heizungs- oder Klimaanlage außerhalb der üblichen Bürozeiten im reduzierten Betrieb und damit Energie schonend zu betreiben. LED-Leuchten helfen, gleichzeitig die Energiekosten signifikant zu senken.
    • Einsatz von effizienten Kühl-, Wasch- und Trockengeräten sowie PCs mit geringem Energieverbrauch. Für Geräte (PC, Bildschirme, Drucker, etc.) gibt es Prüfsiegel (z. B. der Blaue Engel, der Grüne Punkt, Energy-Star), die umweltfreundliche Produkte kennzeichnen.
    • Anschluss der Spül- und Waschmaschinen an ein Heißwassersystem einer Solarthermie-Anlage. Strom zur Erhitzung des verbrauchten Wassers ist nicht mehr erforderlich.
    • Wärmeschutzverglasung.
    • Stoßlüften spart Energie. Führen Sie regelmäßig eine kurze Stoßlüftung durch und vermeiden Sie dadurch einen zu hohen Energieverbrauch durch ständig geöffnete Fenster.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Der zu beobachtende drastische Anstieg von gesundheitlichen Problemen bei Personal in Arztpraxen und Apotheken erfordert dringend ein Umdenken in der täglichen Praxis. Die Zunahme von Allergien und Sensibilitäten gegenüber alltäglichen Chemikalien, wie Desinfektionsmitteln und Latex sind nur die Spitze des Eisberges. Berufsunfähigkeit aufgrund Chemikaliensensibiltät, neurologischer Krankheitsbilder und Immunschäden sowie Rückenbeschwerden bedürfen Aufklärung über gesundheitsfördernde Maßnahmen am Arbeitsplatz und wie diese umgesetzt werden können.

Maßnahmen zur Steigerung der Gesundheit und des Gesundheitsbewussteins:
  • Reduktion von Schadstoffen
    • Räume mit schadstofffreien Baumaterialien und Einrichtungsgegenständen ausstatten. Hier hilft Ihnen der Apothekeneinrichter bzw. Praxiseinrichter aus unserem Heilwesen Netzwerk eG konkret weiter.
    • Umweltschonende Reinigungsmittel nutzen. Stark duftende, chemische Reinigungsmittel mit Ammoniak, Chlor, Ethanol, Formaldehyd oder Phenol sollten vermieden werden. Stattdessen sollten umwelt- und gesundheitsschützende Reinigungs- und Pflegemittel verwendet werden.
    • Biologische Desinfektionsmittel verwenden. Desinfektionsmittel zählen zu den am meisten belastenden Stoffen für Mensch und Umwelt. Selbst verschlossene Behälter oder Spraydosen stellen eine Gefahr dar, da die leicht flüchtigen Substanzen daraus entweichen und zu hohen Konzentrationen in geschlossenen Räumen führen können. Biologische Desinfektionsmittel bieten umweltfreundlichere Alternativen mit bakterizider, viruzider und fungizider Wirkung. Bei der Wahl des Produkts ist auf das VAH-Zertifikat, IQUH-Zertifikat sowie die WIDES-Listung zu achten. Zusätzlich sollte es dermatologisch als unbedenklich eingestuft worden sein (dermatest-Zertifikat), Bei Verwendung im Küchenbereich sollte das Desinfektionsmittel auf der IHO-Mittelliste stehen.
    • Ein innovatives Luftfilter-System kann die Belastung der Raumluft mit Viren und Bakterien senken. Wartezimmer, Behandlungsräume und Offizin werden auch oft von Patienten aufgesucht, die unter infektiösen Erkrankungen wie Grippe oder grippalen Infekten leiden. Diese Erkrankungen werden von Viren verursacht, die eine gewisse Zeit in der Raumluft überleben können. Geeignete Luftreiniger können auch Allergene aus der Raumluft abscheiden. Studien haben gezeigt, dass die Luft in Räumen fünf Mal mehr belastet sein kann als die Luft im Freien. Zudem zirkuliert die Luft im Freien, während dies bei der Luft in geschlossenen Räumen nicht der Fall ist. Wir empfehlen ein Luftfilter-System mit 3-Filter-Technik (inkl. HEPA-Filter), das auf sämtlichen Geschwindigkeitsstufen eine Single-Pass-Effizienz (SPE) von mindestens 99,99 % für Partikel der Größe 0,007 Mikrometer oder größer hat. Beträgt die Clean Air Delivery Rate (CADR) 8,5 Kubikmeter pro Minute, ist sie optimal für die Luftreinigung in Räumen von bis zu 43,2 m2 Fläche.
    • Wasser filtern statt transportieren. Durch ein modernes Wasserfilter-System mit UV-Lampe erhalten MitarbeiterInnen und Patienten/Kunden gesünderes Trinkwasser. Denn Leitungswasser und Flaschenwasser sind nicht so gesund wie viele denken. Durch die spezielle Filterung und Behandlung des Leitungswassers können 99,9 % aller Schadstoffe, Viren und Bakterien vernichtet werden. Dadurch fällt auch der Zeit- und Kostenaufwand weg, der erfahrungsgemäß durch den Einkauf und Transport von Mineralwasserflaschen entsteht.
    • Auf Tageszeitungen verzichten, da diese einen hohen Lösungsmittelanteil haben. Zeitschriften im Wartezimmer auf Magazine beschränken – duftende Werbeproben entnehmen).

Nachhaltiges Ressourcenmanagement:

Nachhaltiges Ressourcen-Management sind ökologische Maßnahmen zur Reduzierung und sinnvollen Mehrfach-Nutzung von Sach-Ressourcen. Hierzu gehören Verbrauchsmaterialien (Müll), Wasser und Energie. Denn durch effizienteren Ressourceneinsatz können Wachstums- und Beschäftigungsimpulse ausgelöst werden, da sich durch die Erschließung von Kostensenkungspotenzialen die finanzielle Performance und die Wettbewerbsfähigkeit der Arztpraxis verbessert.

Mögliche Maßnahmen:
  • Reduktion von Müll:
    • Umweltfreundliche Utensilien verwenden. Vermeiden Sie beispielsweise Filzstifte und Klebstoffe mit Lösungsmittel und Einwegstifte. Nutzen Sie stattdessen solche auf Wasserbasis und mehrfach verwendbare Utensilien.
    • Papierverbrauch reduzieren. Vermeiden Sie beispielsweise Recycling-Papier und moderne Apps für Mitteilungen an Patienten/Kunden.
    • Einwegmaterialien werden ökologisch sinnvoll und kostengünstiger durch Mehrweg-Materialien ersetzt (z.B. Patientenunterlagen)
    • Ersetzen von Batterien durch wiederaufladbare Akkus.
    • Müll trennen und fachgerecht entsorgen. Das gilt für alle im Büro verwendeten Geräte und Utensilien. Entsprechende Sammelstellen in Ihrer Umgebung zu erfahren Sie z.B. bei Ihrem Abfallentsorger.
    • Sterilisation statt Entsorgung. Medizinische Instrumente werden fachgerecht desinfiziert, abgetrocknet und in Tüten eingeschweisst – dann wiederverwendet.
  • Reduktion des Wasserverbrauchs:
    • Waschmaschinen und Spülmaschinen
    • Wasserhähne mit Perlatoren und Duschen mit Durchflussregler
    • Toilette mit Wasserspartaste oder Trockentoilette.
    • Bewässerung unserer Grünpflanzen und zur Reinigung der Außenanlagen ausschließlich Regenwasser verwenden.

Nachhaltiges Immobilienmanagement:

  • Nachhaltigkeit bei (der Wahl der) Immobilien
    • Der von Klimawandel und Ressourcenknappheit forcierte Trend zur Nachhaltigkeit im Gebäudesektor verändert die Bedürfnisse der ImmobilienbesitzerInnen. Schon heute ist das Interesse am Thema Energieeffizienz groß. Das wird künftig noch zunehmen, denn die Höhe des Energiebedarfs ist eine entscheidende Determinante für die Betriebskosten und die CO2-Emissionen eines Gebäudes.

Anmerkung: Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Viele nachhaltige Dienstleistungen und Produktgestaltungen liegen im Verantwortungsbereich unserer Netzwerk-Partnerunternehmen.


Beispiele aus der Praxis:

Umweltbericht unserer Arztpraxis, weitere Investitionen in eine CO2-freie Zukunft

CO2-freie Arztpraxis: Weitere Effizienzsteigerung durch konsequenten Einsatz von LED und EnEV minus 37%

Umweltbedingungen in der Arztpraxis des 21. Jahrhunderts

http://www.klik-krankenhaus.de/das-projekt/partner/

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