Kostenloser Gesundheits-Checkup für Kassenversicherte

Krankheiten rechtzeitig erkennen

Als Kunde und Kundin einer gesetzlichen Krankenversicherung haben Sie Anspruch auf regelmäßige Gesundheitsvorsorge. So können lebensgefährliche Krankheiten rechtzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden. Zusätzlich winken finanzielle Anreize: Viele Kassen belohnen mit einem Bonus, wenn man die angebotenen Vorsorgemöglichkeiten wahrnimmt.

Gleich nach der Geburt gibt es die erste der kostenlosen U-Untersuchungen für Kinder, bei denen die Entwicklung geprüft und in einem besonderen Untersuchungsheft festgehalten wird. Insgesamt neun U-Untersuchungen sind bis zum sechsten Lebensjahr vorgesehen. Auch die notwendigen Schutzimpfungen bekommen Kinder während der U1 bis U9 kostenlos. 13- oder 14-Jährigen wird noch einmal eine besondere Jugenduntersuchung angeboten. Schon während der Schwangerschaft greift ein umfangreiches Vorsorgenetz von Beratungen und Untersuchungen, auf Kosten der Krankenkasse steht der werdenden Mutter eine Hebamme zur Seite.

Ab dem 35. Geburtstag bezahlen gesetzliche Krankenkassen alle zwei Jahre einen kompletten Gesundheits-Checkup mit ausführlicher Beratung. Das ist wichtig, um etwa Diabetes, Nieren- oder Herz-Kreislauferkrankungen rechtzeitig zu erkennen – Krankheiten, deren Risiko mit dem Lebensalter steigt. Thema Krebsvorsorge: Ihren weiblichen Kundinnen finanzieren die Kassen bereits ab 20 eine jährliche Untersuchung auf Gebärmutterhalskrebs, ab 30 auch eine Brustuntersuchung. Frauen ab 50 Jahren bis zum Ende des 70. Lebensjahres wird alle zwei Jahre ein Mammographie-Screening angeboten. Männer ab 45 haben Anspruch auf eine jährliche Prostatakrebsvorsorge. Männer ab 50 und Frauen ab 55 haben Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren, beiden Geschlechtern wird ab 50 Jahren ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl bezahlt. Zweimal im Jahr hat außerdem jeder Anspruch auf eine kostenlose Zahnvorsorge. Wer regelmäßig zum Zahnarzt oder Zahnärztin geht, bekommt mehr Kassenzuschuss, wenn er Zahnersatz wie etwa eine Krone oder Prothese braucht (Bonusheft).

Manche Ärzt*innen empfehlen auch private Vorsorgeuntersuchungen, die nicht im Leistungskatalog des gesetzlichen Krankenversicherers stehen und vom Kassenpatienten aus eigener Tasche gezahlt werden müssen. Das Angebot reicht vom Nierenscreening über Hautkrebsfrüherkennung schon für Teenager bis hin zur Bestimmung von Blutmarkern, die Aussagen über die Wahrscheinlichkeit bestimmter Krebsarten zulassen. Was wirklich sinnvoll ist, lässt sich nur im Einzelfall sagen. Vorher besser eine Zweitmeinung bei einem anderen Arzt oder Ärztin einholen, auch die Krankenkassen bieten Hotlines, bei denen man sich informieren kann.

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